Die Datenlücke, die Frauen das Leben kosten kann

annabelle: Caroline Criado Perez, wie erklären Sie sich, dass sich bisher noch niemand umfassend des Gender Data Gaps angenommen hat? Es ist immerhin 2020. Caroline Criado Perez: Das hat wohl damit zu tun, dass wir es als so normal empfinden, den Mann als Standardmenschen zu sehen. Dinge, die schon immer so waren, fallen nicht auf. Ein Beispiel: Ich führte vor einigen Jahren eine Kampagne, um die erste Statue einer Frau auf dem Parliament Square in London zu platzieren...

Die Natur kaputt – aber das Bild gepostet

Irgendwo im Nordwesten der USA sitzt ein Mann am Computer, etwas über dreissig Jahre alt, beruflich tätig im Umwelt- und Wissenschaftsbereich, und zeigt in seiner Freizeit mit dem digitalen Zeigefinger auf andere. Seine Zielscheiben: Influencer, Prominente und Möchtegerns, die Blumen zertrampeln (oder sich nackt auf sie legen), auf Joshua Trees herumklettern (looking at you, Miley Cyrus) oder ihre Hunde und Drohnen unkontrolliert herumsausen lassen. Kurz: alle, die Naturschutzgesetze missachten.

Ohne Meer kein Morgen? Auf Flossensuche vor Sizilien

Das Wasser ist ein grenzenloser Spiegel. Es tut sich kein Lüftchen. Die Sonne steht schräg über dem Horizont, den wir unaufhörlich mithilfe unserer Augen abtasten. Wir, das sind jeweils drei von uns, im stündlichen Schichtbetrieb. Nur so kann sichergestellt werden, dass wir alles Relevante erspähen. In unserem Fall sind das: Makroplastik, Delfine, Wale. Häufigkeit der Sichtungen in dieser Reihenfolge. (+ Interview mit OceanCare-Gründerin Sigrid Lüber)

So können Sie in den Ferien Gutes tun

Ferien machen und dabei vor Ort helfen: Was gibt es Besseres für das Gewissen? Dass es nicht ganz so simpel ist, zeigen viele Medienberichte der letzten Monate. Da ist von Waisenhäusern die Rede, in der die Waisen gar keine sind. Von Freiwilligen, die wohl nur in der Hoffnung auf Spenden eingeladen wurden, ein Projekt zu besuchen. Von verstörten Kindern, die sich alle paar Wochen auf neue Bezugspersonen einlassen müssen und dem Risiko der sexuellen Ausbeutung ausgesetzt sind.

Video-Reisereportage auf dem West Highland Way, Schottland

Unsere beiden Reiseredaktorinnen Laura Hüttenmoser und Gabriella Hummel haben die letzten zwei Etappen des Fernwanderwegs vor sich, auf denen sich Schottland von seiner spektakulärsten Seite präsentiert. Im letzten Teil des Video-Tagebuchs treffen die beiden auf den «Devil's Staircase», den Aufstieg zum höchsten Punkt des gesamten West Highland Ways, der früher viele betrunkene Schotten das Leben gekostet hat, und resümieren auf der Zugfahrt nach Edinburgh über ihr Erlebnis.

Uyuni

Diese Geschichte beginnt und endet in den Paradiso Showers. Vorbei am schlafenden Hund, der mehr einem mit Fell überzogenen Berg gleicht als einem Haustier, und hinein in die feuchte, warme Luft, die aus den Duschkabinen dringt. Hierher kann jeder und jede kommen, um zu duschen. Unschlagbar das Angebot: 15 Minuten, zwei für eins. Wer zu zweit duschen geht, bezahlt nur einmal. Wir werden das Gefühl nicht los, dass die Paradiso Showers von jungen Bewohnern Uyunis als Stundenhotel genutzt werden.

Auf Reisen: Mit der halben Welt im Gepäck

Der Erste, der sich via Instagram meldete, war ein US-Veteran aus Portland, Oregon. Ken, so sein Name, ist so was wie der Strippenzieher des inoffiziellen VW-Bus-Clubs seiner Stadt. Wir waren gerade erst in Portland eingefahren. Ehe wir uns versahen, verbrachten wir das Wochenende mit ihm und einem halben Dutzend anderer Unbekannter mit Bussen, die aussahen wie der unsrige. Es scheint ein Naturgesetz zu sein, dass gemeinsame Zeit am Lagerfeuer Fremde im Handumdrehen zu Freunden fürs Leben macht.
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